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Fortgeschrittene Yogapraktiken
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Lektion 315 - Darmspülung

Von: Yogani
Datum: 11.03.2009

Neue Besucher: Es wird empfohlen, das Archiv von Anfang an zu lesen, da die vorherigen Lektionen Voraussetzung für diese Lektion sind. Die erste Lektion lautet: "Warum diese Erörterung?"

Eine gründlichere und aufwändigere Methode als Basti (yogischer Einlauf), um den gesamten Magen-Darm-Trakt zu reinigen, ist das Shatkarma Dhauti oder die Darmspülung, bei der eine große Menge Salzwasser getrunken wird. Das Salz verhindert die unmittelbare Verdauung, und das Wasser fließt durch den gesamten Verdauungstrakt und spült alles im Verdauungssystem mit sich heraus.

Dieses Verfahren wird von Yoga-Praktizierenden seit vielen Jahrhunderten angewandt, und etwas Ähnliches wird auch in der heutigen Zeit verwendet, um den Verdauungstrakt vor einem größeren medizinischen Eingriff wie einer Operation zu entleeren.

Dhauti sollte nicht oft gemacht werden. Sie entzieht dem System viel mehr natürliche biochemische Stoffe als Basti. Wöchentlich gilt als sehr häufig für Dhauti, und sogar monatlich kann als häufig für dieses Verfahren angesehen werden. Maximal einige Male pro Jahr ist ein ausgewogenerer Ansatz für dessen Anwendung.

Um Dhauti durchzuführen, trinken wir zwei Liter Salzwasser (zwei Teelöffel Salz pro Liter) langsam, aber stetig Glas für Glas über etwa fünfzehn Minuten. Leichte Nauli (siehe Lektion 129) zwischen den Wassergläsern unterstützen den inneren Fluss. Dann legst du dich für 20 Minuten auf die linke Seite (für einen optimalen Fluss durch den Darm). Dann gehst du auf die Toilette, falls dich der Drang nicht ohnehin schon dorthin geschickt hat. 

Am besten planst du mindestens 30 Minuten ein, in denen du immer wieder ausscheidest, und legst dich danach hin und ruhst dich aus. Das Salz bewirkt, dass das Wasser direkt durch den gesamten Verdauungstrakt fließt und somit eine große Spülung bewirkt. Abgesehen von der Reinigung kann diese Prozedur durch den Verlust von biochemischen Stoffen und Vitalstoffen im Magen-Darm-Trakt auch vorübergehend erschöpfend sein.

In Wahrheit ist Basti (yogischer Einlauf, siehe Lektion 314) eine praktischere Methode. Sie kann viel einfacher und schneller auf täglicher Basis durchgeführt werden, wenn dies so häufig gewünscht wird, und ist dabei nicht erschöpfend. Tatsächlich erhöht Basti den Fluss der inneren Energie, sobald die ekstatische Leitfähigkeit in der Neurobiologie zu entstehen beginnt. Basti regt die Verdauung im Verdauungstrakt oberhalb des Dickdarms an, wohingegen Dhauti die Verdauung vorübergehend aussetzt, bis sich der Verdauungstrakt von der vollständigen Spülung erholt hat. Aus diesem Grund wird empfohlen, Dhauti nur sparsam zu verwenden, insbesondere wenn die ekstatische Leitfähigkeit zunimmt.

Der Guru ist in dir.