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Fortgeschrittene Yogapraktiken Haupt-Lektionen
Lektion 103 - Schicksal und freier Wille Von: Yogani Datum:
Dienstag 03.02.2004 - 11:49 Uhr Neue Besucher: Es wird empfohlen,
das Archiv von Anfang an zu lesen, da die vorherigen Lektionen Voraussetzung
für diese Lektion sind. Die erste Lektion lautet: "Warum diese Erörterung?" F: Ich praktiziere seit vielen Jahren Yoga und Meditation und meine
"Erfahrungen" verbessern sich langsam und stetig. Das einzige Problem ist
vermutlich, dass ich immer wieder viele Techniken ausprobiere, ohne mich
lange an eine zu halten. Ist es das eigene Karma, das den Fortschritt in der
Meditation verhindert? Sollten wir es aufgeben und die Dinge geschehen
lassen oder sollten wir unseren freien Willen nutzen, um die Dinge zu
erreichen? Für mich ist es manchmal der freie Wille und manchmal das
Schicksal, das die Kontrolle übernimmt... naja, irgendwie verwirrend! Bitte
sag etwas dazu. A: Ich denke, deine Frage zum freien Willen wird
teilweise in Lektion #84 - "Die Kunst, nichts zu tun" - behandelt. Wenn wir
uns erlauben, Teil der Evolution zu werden, werden wir etwas tun. Die ganze
Natur tut etwas. Bewusst etwas nicht zu tun, ist immer noch ein Tun. Der
Trick besteht darin, etwas sehr Geringes zu tun, das die natürliche Öffnung
unseres Nervensystems für reines Glückseligkeitsbewusstsein und göttliche
Ekstase ermöglicht. Wir wollen den Prozess den natürlichen Fähigkeiten
unseres Nervensystems überlassen. Um das zu erreichen, müssen wir hier und
da mit effizienten Hebeln ein wenig anstoßen. Darum geht es in den
fortgeschrittenen Yogapraktiken. Karma/Samskaras/Blockaden, die
in unserem Nervensystem verankert sind, stehen zwischen uns und der
göttlichen Erfahrung. Spirituelle Praktiken sollen das Nervensystem dazu
anregen, sich selbst zu reinigen und die Blockaden zu beseitigen. Wenn wir
das nicht tun und es dem "Schicksal" überlassen, verlängert sich die Reise
und der Hausputz muss später erledigt werden. Darin liegt freier Wille. Wir
alle haben die Freiheit zu wählen. Wir können es jetzt tun oder später. Das
ist die Wahl, die wir haben. Wenn wir es später tun, haben wir es vielleicht
leichter, aufgrund der Bemühungen von anderen und der Position der Sterne.
Die meisten ziehen es vor, mit anzupacken, anstatt im Dunkeln zu sitzen und
darauf zu warten, dass jemand anderes das Licht anmacht.
Vielleicht findest du die folgende Lektion interessant: #93 - "Die Zeiten
ändern sich". Darin wird erörtert, wie sich der Aufstieg des "neuen
Zeitalters" auf unsere spirituellen Entscheidungen auswirkt. Die
Quintessenz: Das "Schicksal" steht in den Sternen. Der Rest liegt in unserer
Hand. Was das Ausprobieren vieler Methoden angeht, gilt die
Analogie zum "Graben des Brunnens". Wenn wir lange genug an einer Stelle
graben, werden wir irgendwann Wasser finden. Wenn wir hier, dort und dort
drüben graben, wird es vielleicht länger dauern, bis wir Wasser finden. Im
Allgemeinen ist es also besser, bei einer Methode zu bleiben -
vorausgesetzt, sie hat sich bewährt. In diesen Lektionen sprechen
wir über eine ganze Reihe von bewährten Praktiken und stellen sie in einer
Abfolge von Bausteinen zusammen, die jede Person entsprechend ihrer
Kapazität und ihrer zeitlichen Entwicklung auf eigene Weise anwenden kann.
Für diejenigen, die bereits einen anderen Weg eingeschlagen haben, wird dies
alles im Sinne eines "Denkanstoßes" angeboten. Das ist der Ansatz.
Der Guru ist in dir.
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