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Lektion 102 - Die Bedeutung einer stabilen, langfristigen Meditationsroutine

Von: Yogani
Datum: Sonntag 01.02.2004 - 13:52 Uhr

Neue Besucher: Es wird empfohlen, das Archiv von Anfang an zu lesen, da die vorherigen Lektionen Voraussetzung für diese Lektion sind. Die erste Lektion lautet: "Warum diese Erörterung?"

F: Ich habe mit der Meditation zu kämpfen, und das schon seit etwa 6 Wochen. Könnte es sein, dass ich noch eine Menge "Reinigung" zu tun habe, bevor ich die Atemarbeit hinzufüge? Ich bin noch nicht wirklich in der "Glückseligkeit" angekommen. Dennoch habe ich mich den 2-20-minütigen Intervallen verschrieben und stelle fest, dass ich subtil ruhiger geworden bin, aber ich habe immer noch viele "Episoden" während des Tages, in denen ich nicht so ruhig bin...

Nichtsdestotrotz bin ich sehr dankbar dafür, dass du diese Gruppe ins Leben gerufen hast und viele Menschen erleuchtest. Noch vor 5 Jahren fühlte ich mich so allein auf dieser Welt... dass mein spiritueller Glaube von vielen nicht geteilt wurde, weil es einfach zu viele gab, die den allmächtigen Dollar mehr verehrten als den Geist. Damals habe ich fast täglich dafür gebetet, dass es mehr gleichgesinnte Erdenengel (oder Krieger, wie sich manche gerne nennen) gibt, und glücklicherweise kann ich sagen, dass ich inzwischen viel mehr Spirit in meinem Leben habe und es jeden Tag mehr wird.

A: Es hört sich so an, als würden gute Dinge passieren, aber eine angenehmere Fahrweise wäre besser für dich. Es ist ungewöhnlich, dass die Meditation auf einer kontinuierlichen Basis ruppig ist. Das könnte daran liegen, dass viele Blockaden auftauchen, was gut ist, aber mehr Ruhe in und nach der Meditation ist notwendig, wenn du motiviert sein willst, langfristig dabei zu bleiben.

Der Grund für die Ruppigkeit könnte sein, dass du das Mantra erzwungen hast, zu schnell aus der Meditation kommst oder vielleicht zu lange für deine Konstitution meditierst. Frage dich Folgendes:

1. Greife ich das Mantra leichtgängig auf und zwinge mich nicht zu einer bestimmten Betonung des Mantras? Kämpfe ich mit meinen Gedanken, um zum Mantra zurückzukehren? Wir wollen den Prozess sanft angehen und das Mantra leichtgängig favorisieren, wenn wir merken, dass wir nicht mehr bei ihm sind. Es muss nicht unbedingt eine klare Betonung sein. Wenn es ganz natürlich zu einer undeutlichen Betonung wird, ist das genau richtig. Das ist der Geist, der uns ganz natürlich zur Stille führt.

2. Stehe ich am Ende der Meditation zu früh auf? Wenn wir zu früh aufstehen, sperren wir die Blockaden, die während der Meditation herauskommen, ein, und das kann dazu führen, dass wir tagsüber unruhig sind. Deshalb nehmen wir uns am Ende der Meditation immer mindestens ein paar Minuten Zeit für eine Ruhepause ohne Mantra. Wenn die Meditation sehr anstrengend war und viele Gedanken und Emotionen hochkamen, solltest du dich für fünf oder zehn Minuten hinlegen, so lange es eben dauert, bis sich die Unruhe gelegt hat. Das kann einen großen Unterschied in unseren Erfahrungen während des Tages ausmachen.

Wenn die Meditation immer noch nicht geschmeidig wird, versuche es mit fünf Minuten Spinalatmung vor der Meditation. Wenn die Meditation auch dann nicht geschmeidiger wird, nimm die Atmung wieder zurück. Versuche es mit fünf oder zehn Minuten Yogastellungen vor der Meditation. Auch das kann helfen, die Meditation zu erleichtern.

Wenn das alles nicht hilft, kannst du versuchen, zweimal am Tag fünfzehn statt zwanzig Minuten zu meditieren.

Das sind nur Empfehlungen für verschiedene Dinge, die du ausprobieren kannst. Experimentiere damit und schau, ob du einen angenehmen Rhythmus finden kannst. Die ideale Routine besteht aus Asanas, Pranayama und Meditation in dieser Reihenfolge. Die Zeiten können ein wenig variieren, aber typisch sind 5, 10 und 20 Minuten in dieser Reihenfolge. Du musst deine eigene Balance und Komfortzone finden. Wenn du das geschafft hast, kannst du deine Routine über viele Jahre hinweg beibehalten und unterwegs weitere fortgeschrittene Yogapraktiken hinzufügen. Dann ist dir ein großer Fortschritt sicher. Du schmeckst gerade die innere Stille. Das ist wunderbar. Jetzt geht es darum, auf lange Sicht stetig in Das (reines Glückseligkeitsbewusstsein) hineinzuwachsen, ohne vom Weg der Praktiken abzufallen, weil du dich unwohl fühlst, weil zu viel Reinigung zu schnell passiert. Du bist derjenige, der hinter dem Steuer sitzt, also fahre klug und ruhig.

Ich wünsche dir viel Erfolg auf deiner Reise, "Erdenengel". Du hast heutzutage eine Menge Gesellschaft.

Der Guru ist in dir. 

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