|
|
Fortgeschrittene Yogapraktiken
Haupt-Lektionen
Vorherige | Nächste
Lektion 49 - Schwitzen im Pranayama Von: Yogani Datum:
Dienstag 16.12.2003 - 12:35 Uhr Neue Besucher: Es wird empfohlen,
das Archiv von Anfang an zu lesen, da die vorherigen Lektionen Voraussetzung
für diese Lektion sind. Die erste Lektion lautet: "Warum diese
Erörterung?" F: Pranayama vor der Meditation ist großartig. Seit wir mit
Pranayama begonnen haben, merke ich wirklich einen Unterschied. Wenn ich die
Spinalatmung mache, habe ich das Gefühl, dass ich mich wirklich in etwas
vertiefe. Nachdem ich zehn Minuten lang langsam geatmet habe, bin ich
manchmal schweißüberströmt. Ich bin nicht außer Atem, mir ist nicht heiß
oder so. Mein Herzschlag steigt nicht an. Ich schwitze einfach nur wie
verrückt. Ist das eine normale Erfahrung? A: Ja, das ist normal.
Es ist eine gute Sache. Es ist ein direktes Symptom für die Reinigung deines
Nervensystems, da immer mehr Prana hindurchfließt. Du betreibst kein aerobes
Training oder irgendetwas Körperliches, das solches Schwitzen verursachen
würde. Es ist die innere Übung des Prana, das sich durch die Nerven bewegt,
wodurch der Schweiß durch deinen Körper getrieben wird und Verunreinigungen
mitnimmt. Das Schwitzen wird nicht ewig anhalten. Nach und nach,
wenn der Körper immer mehr gereinigt wird, wird das Schwitzen weniger
werden. Andere Erfahrungen werden auftauchen, die ebenfalls auf die
Reinigung hinweisen. Das werden eher subjektive, innere Sinneserfahrungen
sein. Beim Pranayama beginnen wir mit dem Körperlichen und arbeiten uns nach
innen vor, indem wir den Spinalnerv als Hauptsteuerungsorgan des gesamten
Nervensystems öffnen und beleben. Bei der Meditation tauchen wir völlig über
Geist und Körper hinaus und arbeiten uns als reines
Glückseligkeitsbewusstsein nach außen vor. Mit diesen beiden Ansätzen haben
wir die tiefen Blockaden umzingelt und spülen sie in großen Mengen aus.
Manchmal können wir das sogar mit unseren Augen sehen. Daher die
Schweißausbrüche. Wenn Unbehagen, Unruhe oder Gereiztheit den
Reinigungsprozess begleiten, achte darauf, dass du dir am Ende der
Meditation eine angemessene Zeit zum Ausruhen nimmst. Wie wichtig es ist,
sich am Ende der Praxis ausreichend auszuruhen, wurde in den Fragen und
Antworten zur Meditation behandelt. Normalerweise führt Pranayama nicht zu
Unbehagen in der Meditation. Es hat fast immer eine beruhigende und
vertiefende Wirkung. Aber alles ist möglich, wenn der Körper gereinigt wird.
Achte also darauf, die Richtlinien zu befolgen, wie du mit unangenehmen
Erfahrungen umgehst, die von Zeit zu Zeit auftauchen können. Das alles ist
ein Prozess der Reinigung, und jeder von uns wird ihn auf unterschiedliche
Weise erleben. Deshalb ist es wichtig, dass jeder von uns seine eigene
Praxis beaufsichtigt. Wir sollten unsere Stärken kennen und sie ausnutzen.
Wir sollten auch unsere Grenzen kennen und innerhalb dieser Grenzen
arbeiten. Solltest du am Ende des Pranayamas klatschnass sein,
nimm dir ruhig ein paar Minuten Zeit, um dich abzutrocknen, bevor du
meditierst. Wechsle deine Kleidung, wenn du dich dann wohler fühlst. Es ist
nicht nötig, in einer Pfütze aus Schweiß zu meditieren. Aber zögere den
Beginn der Meditation nicht länger als ein paar Minuten nach Beendigung des
Pranayamas hinaus. Wir wollen die Wirkung von Pranayama in unsere Meditation
mitnehmen. Der Guru ist in dir.
Vorherige | Nächste
|
|