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Fortgeschrittene Yogapraktiken
Haupt-Lektionen
Lektion 401 - Mulabandha und volle yogische (Bauch-)Atmung
Von: Yogani Datum: 13.05.2010 Neue Besucher: Es
wird empfohlen, das Archiv von Anfang an zu lesen, da die vorherigen
Lektionen die Voraussetzung für diese Lektion sind. Die erste Lektion
lautet: "Warum
diese Erörterung?" F: Ich habe vor kurzem angefangen, Mulabandha
zu praktizieren, und es war ziemlich "klobig". Geht der Bauch bei der vollen
yogischen Atmung während Mulabandha immer noch nach außen? Es scheint, als
käme jegliches "Heben" von den Bauchmuskeln. Die unteren Muskelgruppen
scheinen nicht anhebbar zu sein, sondern nur kontrahierbar. Wenn ich also
die Bauchmuskeln anhebe, kann ich keine gleichmäßige Bauchatmung mehr
machen. Vielleicht kannst du das klären? A: Mulabandha und die
volle yogische Atmung sind sehr gut miteinander vereinbar, sobald beide
verfeinert wurden. Am Anfang kann es, wie du sagst, klobig sein, was auf
jede neue Praxis zutrifft, mit der wir beginnen. Es stimmt, dass
Mulabandha ein leichtes Anheben beinhaltet, das eine gewisse Kompression im
Unterbauch bewirken kann. Das kann zu einem gewissen Widerspruch mit der
ersten Phase der vollen yogischen Atmung führen, in der sich der Bauch
ausdehnt. Um das zu vermeiden, kannst du die Mulabandha-Hebung später in der
vollen yogischen Atmung durchführen, wenn sich die Lunge zu den
Schlüsselbeinen hin ausdehnt. In diesem Stadium ist die Hebung natürlich und
der Bauch kommt ein wenig nach innen. Die Hebung hat ihren Ursprung im
Zwerchfell. Mit der Zeit wird man eine energetische/ekstatische Verbindung
zwischen dem Impuls im Zwerchfell und dem Mulabandha-Hub feststellen. Wenn wir den vollen yogischen Atem wieder nach unten entlassen, wird
auch die Anhebung gelöst. Die sanfte Kompression des Schließmuskels folgt
diesem Zyklus auf natürliche Weise. So entwickelt sich die Beziehung
zwischen Mulabandha und der vollen yogischen Atmung. Mit der Zeit wird der
ganze Prozess verfeinert und automatisiert, so dass wir ihn kaum noch
bemerken, wenn wir unser Pranayama der Spinalatmung machen. Wenn
sich Mudras und Bandhas innerlich verfeinern, kann diese Beziehung zwischen
Mulabandha, yogischer Atmung und anderen körperlichen Aspekten der
entstehenden "Ganzkörper-Mudra" jederzeit nach Bedarf präsent sein und wird
schließlich zu einem bloßen Gefühl mit geringer körperlicher Manifestation.
Es ist die Erweckung der ekstatischen Leitfähigkeit und Ausstrahlung. Die natürliche (nicht übertriebene) volle yogische Atmung bleibt bei
der Spinalatmung vorrangig und steht nicht im Konflikt mit den subtilen
Bewegungen von Mulabandha im Beckenbereich oder anderen Mudras und Bandhas.
Mit der Zeit werden all diese Elemente ganz natürlich und ergänzen sich. Es
ist die innere Verbundenheit des Yoga, die entsteht. Der Guru ist
in Dir.
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