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Fortgeschrittene Yogapraktiken Haupt-Lektionen
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Nächste Lektion 387 – Retreats Von: Yogani Datum: 26.02.2010
Neue Besucher: Es wird empfohlen, das Archiv von Anfang an zu lesen, da die
vorherigen Lektionen Voraussetzung für diese Lektion sind. Die erste Lektion
lautet: "Warum
diese Erörterung?" Unter einem Retreat verstehen wir, dass wir uns von
unserem normalen Tagesablauf mit seinen Aktivitäten zurückziehen und einen
bestimmten Zeitplan einhalten, der darauf ausgelegt ist, unseren
spirituellen Fortschritt schneller zu erweitern. Dies kann alleine oder in
einer Gruppe erfolgen. Für diejenigen, die keine Erfahrung mit Retreats
haben, ist es besser, sich einer Gruppe anzuschließen, bei der sich um alles
gekümmert wird und wir den vorgegebenen Zeitplan einhalten können, um den
größtmöglichen Nutzen daraus zu ziehen. Bei einem Retreat besteht
die Möglichkeit, die Anzahl der Meditationen, die wir an einem Tag
durchführen, systematisch zu erhöhen. Dies kann so aussehen, dass wir unsere
gesamte Übungsroutine am Morgen ein zweites Mal wiederholen – und somit für
ein oder zwei Tage am Wochenende oder an Feiertagen eine Übungsroutine
hinzufügen, oder auch auf kontinuierlicher Basis, wenn es sich um ein
längeres Retreat handelt. Dies trägt in hohem Maße zur Reinigung bei und
verleiht dem spirituellen Fortschritt eine starke Dynamik. Es ist sehr
wichtig, dafür frei von jeglichen Verpflichtungen zu sein, da es sonst zu
Unbehagen und unangenehmen Erfahrungen führen kann, weil so viel aus dem
Inneren freigesetzt wird. Wenn wir drei Routinen an einem Tag durchführen,
ist es wichtig, zwischen den morgendlichen und abendlichen Sitzungen eine
leichte Aktivität einzuplanen, wie z. B. unangestrengtes Gehen und lockeren
(sozialen) Satsang. Diese leichte Aktivität hilft, den Prozess der
Freisetzung von Blockaden aus dem Nervensystem auszugleichen. Bei
zwei morgendlichen Routinen besteht die grundlegende Abfolge der Übungen aus
Asanas, Pranayama, Tiefenmeditation, Samyama (sofern praktiziert) und Ruhe
(mindestens 10–15 Minuten im Liegen) ... und dann beginnt man von vorne. Am
Abend sollte nur eine Routine durchgeführt werden. Das sind drei
vollständige Übungsroutinen an einem Tag. Die Übungen können entweder mit
allen zusammen in einer zentralen Halle oder einzeln in privaten Räumen
durchgeführt werden, je nachdem, wie es die Unterkünfte erlauben. In jedem
Fall müssen die Übungen von den Retreat-Leitern zeitlich koordiniert werden. Drei Routinen pro Tag sind ein ehrgeiziger Zeitplan, insbesondere in
einer Gruppe. Denke daran, dass das Üben in der Gruppe an sich schon eine
zusätzliche reinigende Wirkung hat, selbst wenn wir wie üblich nur zwei
Übungseinheiten pro Tag durchführen. Bei Gruppenretreats, die zum ersten Mal
stattfinden und bei denen sowohl die Leiter als auch die Teilnehmer neu in
Retreats mit den AYP-Praktiken sind, sollten am besten zwei Übungsroutinen
pro Tag durchgeführt werden. Wenn alles gut läuft, kann für nachfolgende
Retreats ein ehrgeizigerer Zeitplan in Betracht gezogen werden.
Sei nicht überrascht, wenn während eines Retreats viel Reinigung und Öffnung
stattfindet. Fortgeschrittene Yogapraktiken sind zwar sehr simpel, aber sehr
kraftvoll, besonders wenn sie in Gruppen durchgeführt werden. Wenn die
Freisetzungen zu viel werden, dann schalte die Übungen sofort auf eine
stabilere Routine zurück und informiere die Retreat-Leiter über etwaige
Schwierigkeiten. Behalte immer die Selbstabstimmung im Auge. Ein
typischer Tagesablauf bei einem AYP-Retreat würde Folgendes umfassen:
- Aufstehen (Hygiene und leichter Snack bei Bedarf) - Morgenübungen
-
Studium oder gemeinsame Aktivität - Mittagessen - Leichte körperliche
Aktivität (Gehen) - Studium oder gemeinsame Aktivität - Ruhe
-
Abendübungen - Abendessen - Leichte körperliche Aktivität (Gehen)
-
Studium oder gemeinsame Aktivität - Bett Der genaue Zeitplan für
jede dieser Aktivitäten wird von den Retreat-Leitern vorgegeben. Die
wichtigste Regel bei einem Retreat ist, sich an einen vorgegebenen Zeitplan
zu halten, und dieser sollte so genau wie möglich eingehalten werden. Es
wird empfohlen, während des Retreats keine neuen Praktiken hinzuzufügen oder
die aktuellen Praktiken zeitlich zu verlängern, es sei denn, dies wird von
den Retreat-Leitern angewiesen. Die positiven Auswirkungen eines
Retreats können noch Wochen oder Monate nach dem Retreat spürbar sein. Es
ist, als würde man einen längeren Zyklus der Reinigung und Öffnung unter
unseren normalen täglichen Zyklus hinzufügen. Ein Retreat fügt eine große
Welle der inneren Stille unter uns hinzu. Wenn wir zwei- oder mehrmals pro
Jahr an Wochenend- oder einwöchigen Retreats teilnehmen, kann dies
langfristig einen bedeutenden Schub für unseren gesamten spirituellen
Fortschritt bedeuten. Weitere Informationen zur Leitung und
Teilnahme an Retreats findest du im
AYP Retreat Buch. Informationen zur
Teilnahme an AYP-Retreats und Lehrerausbildungskursen findest du auf der
Programmseite. Der Guru ist in dir.
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