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Lektion 37 - Gruppenmeditationen 

Von: Yogani
Datum: Dienstag 09.12.2003 - 13:26 Uhr

Neue Besucher: Es wird empfohlen, das Archiv von Anfang an zu lesen, da die vorherigen Lektionen Voraussetzung für diese Lektion sind. Die erste Lektion lautet: "Warum diese Erörterung?"

F: Wenn ich andere finde, die diese Praxis praktizieren, können wir dann zusammen in einer Gruppe meditieren? Ich habe gehört, dass das Vorteile haben soll.

A: Gruppenmeditationen sind eine gute Sache. Jede Zusammenkunft, die dem Zweck dient, den Weg der spirituellen Entfaltung zu studieren und zu fördern, kann gut für dich sein. Wenn du dich regelmäßig mit anderen Gleichgesinnten austauschen kannst, hat das erhebliche Vorteile, vor allem, indem es dich dazu anspornt, mit deiner täglichen Praxis weiterzumachen. Zweifellos wirst du auch andere zum Üben inspirieren.

Es ist gut, zu Beginn oder am Ende eines Treffens eine Gruppenmeditation von etwa zehn Minuten durchzuführen. Du kannst deine eigene Diskussionsgruppe gründen oder bei einer anderen Gruppe zu Gast sein. In jedem Fall wirst du feststellen, dass Gruppenmeditationen ihre eigene Qualität haben. Sie können tiefgreifend und durchdringend sein, wenn sich die einzelnen stillen Geister vermischen und gegenseitig verstärken. Das ist ein spürbarer Effekt, der auf die Umgebung ausstrahlt. Es ist gut, wenn die Mitglieder der Gruppe die gleiche Übung machen, aber nicht zwingend notwendig, solange alle innerhalb der gleichen Zeitspanne zur Ruhe kommen können. Gruppenmeditationen sind gut für die einzelnen Meditierenden und erbaulich für die Welt.

Manche Menschen entscheiden sich für "geführte Meditationen". Diese Art der Gruppenmeditation lässt sich nicht mit der Verwendung des Mantras vereinbaren, denn bei deiner Praxis geht es darum, schnell und effizient nach innen zu gehen. Wenn deine Meditation zur Gewohnheit wird, wirst du versunken sein, sobald du die Augen schließt, und eine sprechende Meditationsanleitung wird für dich kontraproduktiv sein. Das Gleiche gilt für Meditationen mit Musik, Gesängen, Trommeln usw. Sie haben alle ihren Sinn und Nutzen, aber sie sind nicht damit vereinbar, das Mantra schnell nach innen zu bringen, hin zum reinen Glückseligkeitsbewusstsein. Das heißt nicht, dass du nicht an geführten Meditationen, Chanten oder Ähnlichem teilnehmen kannst. Aber es wird ein deutlich anderer Vorgang sein als deine tägliche Meditation mit dem Mantra. Du wirst in den vielen Gruppen, die es gibt, die für dich passenden Verbindungen finden. Oder vielleicht gründest du deine eigene Gruppe, die sich auf diesen offenen Ansatz der fortgeschrittenen Yoga-Praktiken konzentriert. Was auch immer für dich funktioniert.

Jesus sagte: "Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen." Dieses Zitat ist nicht aus einem konfessionellen Blickwinkel heraus gegeben. Es beschreibt ein bekanntes Prinzip. Wenn sich Menschen zu einem spirituellen Zweck versammeln, wird das Bewusstsein angeregt und steigt auf. Dieses Ansteigen kann als vertiefte Stille und durchdringendes Glückseligkeitsbewusstsein erlebt werden. Diese Erfahrung findet in jedem Glauben statt, in jeder Versammlung für ein hohes spirituelles Ideal, in jeder Versammlung für die Wahrheit. Die Gruppenerfahrung des durchdringenden, stillen Glückseligkeitsbewusstseins wird bei Gruppenmeditationen maximiert, bei denen mehrere Geister systematisch zur Ruhe gebracht werden.

Die Gruppenmeditationen sind kein Ersatz für deine regelmäßigen, zweimal täglich stattfindenden Meditationen. Deine individuelle Praxis ist deine Hauptpraxis und sollte es auch bleiben. So bleibt dein spirituelles Schicksal in deinen Händen, in deiner täglichen Praxis, unabhängig von anderen Umständen. Gruppen kommen und gehen. Gruppenmeditationen können ein wunderbarer Impuls sein, aber auch sie kommen und gehen. Verlasse dich nicht auf sie als Kernpraxis. Betrachte sie als Bonus. Das Leben verändert sich ständig im Außen. Achte darauf, dass deine tägliche Praxis ein fester Bestandteil deines Lebens ist und nicht von äußeren Ereignissen überlagert wird. Wir haben über die verschiedenen Strategien gesprochen, wie du deine tägliche Meditationspraxis auch in nicht-routinemäßigen Situationen aufrechterhalten kannst. Es ist sehr wichtig, dass du die Regelmäßigkeit deiner Praxis beibehältst, während du auf den Nebenstraßen des Lebens unterwegs bist. Welche Form der täglichen Praxis du auch immer wählst, sie sollte dir heilig sein. Sie ist dein wichtigster Weg nach innen. Du kannst dich darauf verlassen, denn du hast dich dazu verpflichtet, sie jeden Tag zu praktizieren, ohne zu zaudern. Alles andere ist eine vorüberziehende Szenerie, die dich manchmal inspiriert und manchmal nicht so inspiriert. Neige dich dem Inspirierenden zu, lass es das Feuer deiner Sehnsucht nach Fortschritt entzünden und lass deine tägliche Praxis die Arbeit der ständigen inneren Reinigung fortsetzen. Wir werden weitere Praktiken hinzufügen, die du in Betracht ziehen kannst. Du wirst deine eigene tägliche Routine aufbauen. Eine tägliche Routine ist der Schlüssel. Sie ist der sicherste Weg zur Erleuchtung.

Erkunde Gruppen und beteilige dich an der laufenden Diskussion über spirituelle Transformation. Du hast einen neuen Bereich der Bürgerschaft betreten - die spirituelle Bürgerschaft. Bringe dein reines Glückseligkeitsbewusstsein in jede Versammlung und in jede Gruppenmeditation ein. Und denke immer daran, dass du dein Haus täglich auf den Felsen des reinen Glückseligkeitsbewusstseins baust.

Der Guru ist in dir. 

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