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Fortgeschrittene Yogapraktiken Haupt-Lektionen
Lektion 214 - Deinen spirituellen "Haken" finden Von: Yogani
Datum: Sonntag 04.07.2004 - 12:31 Uhr Neue Besucher: Es wird
empfohlen, das Archiv von Anfang an zu lesen, da die vorherigen Lektionen
Voraussetzung für diese Lektion sind. Die erste Lektion lautet: "Warum diese Erörterung?" F: Ich habe eine Frage... Es geht darum, dass ich
das Gefühl habe, nicht geführt zu werden und einen Guru oder Lehrer für
meine Meditation zu brauchen, aber nichts zu finden, was mir den Eindruck
vermittelt, dass ich ihn gefunden habe... Es gibt viele Lehrer, aber keinen
"Haken", keine Standhaftigkeit. Es gibt viele, die mir sagen wollen, dass
sie mein Guru oder Meister sind... und mir wurde sogar gesagt, dass ich
nicht wissen kann, ob jemand mein Guru ist, dass ich einfach nur befolgen
muss. Aber irgendwie fühlt sich das falsch an. Unterdessen ist meine Praxis
unregelmäßig... weil ich mir selbst nicht wirklich zutraue zu wissen, was
meine beste Routine wäre. Ich praktiziere Yoga schon seit über 20 Jahren… A: Ich denke, sich auf einen äußeren
"Haken" zu verlassen, ist
unzuverlässig. Auch die besten physischen Gurus haben ein paar Schwächen,
und das ist in Ordnung. Keiner ist perfekt. Aber man erwartet von ihnen,
dass sie perfekt sind, und das ist eine Garantie für Versagen. In
spiritueller Hinsicht liegt der wirkliche Mangel immer bei den
Praktizierenden, die im Außen nach primärer Inspiration suchen, obwohl der
einzige Ort, an dem sie wirklich gefunden werden kann, im Inneren liegt. Der Ansatz in den Lektionen ist also, dass jeder seine eigene innere
Inspiration durch solide tägliche Praktiken und die daraus resultierenden
Erfahrungen findet, die uns nicht täuschen. Innere Stille ist innere Stille.
Ekstatische Leitfähigkeit ist genau das. Die Reinigung und Öffnung unseres
Nervensystems ist ein objektives Phänomen, zumindest aus unserer inneren
Sicht. Ursache und Wirkung von Praxis und Erfahrung gehören dem
Praktizierenden. Daran gibt es nichts zu beanstanden. Die persönliche
spirituelle Erfahrung ist der beste Haken. Spirituelle Praktiken, die
täglich durchgeführt werden, können sie im Yogi/der Yogini mit einem hohen
Maß an Zuverlässigkeit kultivieren. Die Praktiken in den
Lektionen sind nicht einzigartig, aber ihre ganzheitliche Integration,
kombinierte Kraft und relative Sicherheit sind selten. Nur wenige haben es
bisher gewagt, die starren traditionellen Linien zu überschreiten und diese
esoterischen Methoden ganzheitlich in ein funktionierendes System zu
integrieren. Hier wurde es getan, und die Ergebnisse waren sehr gut. Deshalb
werden die Praktiken offen angeboten, damit weise Suchende sie selbst
erforschen können. Es ist eine intertraditionelle wissenschaftliche
Untersuchung, die durchgeführt wurde, und jeder kann die Arbeit in seiner
eigenen, selbstabgestimmten Anwendung der Methoden weiterführen. Ein solcher
Ansatz war dringend notwendig. Allerdings ist er nicht für jeden geeignet.
Wenn jemand viel Händchenhalten, Rituale usw. braucht, dann ist vielleicht
ein physischer Guru nötig. Das bin ich nicht. Ich bin gerne bereit, bei
Fragen zur Praxis zu helfen, aber ich bin nicht hier, um für irgendjemanden
der physische Guru zu sein. Ich mache einige gute Werkzeuge verfügbar. Jeder
muss seinen eigenen Weg gehen und die besten Werkzeuge nutzen, die er finden
kann. Das ist auch bei einem physischen Guru der Fall, auch wenn das nur
wenige emotional abhängige Schüler/innen gerne hören. Ich
betrachte Yoga als neurobiologische Wissenschaft. Kein Hokuspokus. Nur
Ursache und Wirkung. Das ist es, was wir in unserem Yoga haben wollen - gute
Methoden, die funktionieren und auf die wir uns Jahr für Jahr verlassen
können. Dann wissen wir, dass mit der Zeit immer mehr ekstatische
Glückseligkeit und göttliche Liebe in uns aufsteigen und die Welt durch
unsere Entfaltung zum Besseren verändert wird. Was sonst ist wichtig? Gutes Yoga funktioniert wie ein Uhrwerk. Wir können sehen, wie sich
die Ergebnisse im Laufe der Zeit stetig ausweiten. Also,
probiere die Lektionen aus und überzeuge dich selbst. Fang am Anfang an. 20
Jahre sind eine lange Zeit auf dem Weg. Trotzdem sollte jeder am Anfang
beginnen, denn die korrekte Tiefenmeditation ist der Schlüssel zu allem im
Yoga - zumindest in dieser Art von Yoga. Innere Stille ist die Grundlage
allen spirituellen Fortschritts, und genau darum geht es bei der
Tiefenmeditation. Dann fügen wir die sehr effektive Spinalatmung (Pranayama)
hinzu. Diese beiden sind die Kernübungen, und alles andere baut darauf auf.
Es ist also sehr wichtig, am Anfang zu beginnen. Die Lektionen können als
eigenständige Lehre oder als Ergänzung zu jedem anderen Weg als "Denkanstoß"
verwendet werden. Hier ist keine Zugehörigkeit nötig. Es ist
deine Reise. Du hast das Sagen. Mit der Zeit wirst du in Einklang mit dem
ursprünglichen Guru in dir kommen, deinem inneren reinen
Glückseligkeitsbewusstsein, und dann wirst du den wahren Haken haben. Deine
Bhakti wird hoch fliegen, und das Wissen wird aus allen Richtungen zu dir
kommen. Dann wirst du wissen, worum es in diesem Spiel geht. Es geht um
nichts anderes als um deine eigene innere Reinigung, Öffnung und göttliche
Vereinigung. Dieser Ansatz zieht sich durch alle Lektionen. Hier gibt es
keine Erlösungsversprechen von jemandem außerhalb von dir. Es gibt nur
praktische Informationen über Übungen und wie du sie in dir selbst anwenden
kannst, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Ich wünsche dir
viel Erfolg auf deinem gewählten Weg. Genieße es! Der Guru ist
in dir.
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