|
Fortgeschrittene Yogapraktiken Haupt-Lektionen
Lektion 191 - Wie man ekstatische Leitfähigkeit kultiviert
Von: Yogani Datum: Montag 17.05.2004 - 12:37 Uhr Neue
Besucher: Es wird empfohlen, das Archiv von Anfang an zu lesen, da die
vorherigen Lektionen Voraussetzung für diese Lektion sind. Die erste Lektion
lautet: "Warum diese Erörterung?" F: Was
muss ich tun, um ekstatische Leitfähigkeit zu erfahren? A: Die
Erfahrung ekstatischer Leitfähigkeit kann mit jeder Praxis beginnen, je nach
Menge und Ort der Blockaden, die tief in unserem Nervensystem sitzen. Je
mehr Praktiken wir in einer stabilen täglichen Routine aufgebaut haben,
desto mehr wird die ekstatische Leitfähigkeit kultiviert. Wann
immer wir unsere Übungen machen, geschieht schrittweise das Erwachen. Wenn
wir uns zum ersten Mal zum Meditieren hinsetzen und Frieden und
Glückseligkeit empfinden, ist das ein Schritt in Richtung ekstatische
Leitfähigkeit. Wenn wir mit der Spinalatmung beginnen und ein angenehmes
Kribbeln am ganzen Körper spüren, ist das ein Schritt in Richtung
ekstatischer Leitfähigkeit. Es ist die sanfte Stimulation der Kundalini in
unserer Beckenregion, die bei allen Praktiken stattfindet, angefangen bei
den globalen Techniken der Meditation und der Spinalatmung. Wenn dein
Nervensystem durch Yoga in der jüngeren oder ferneren Vergangenheit bereits
für ekstatische Leitfähigkeit "verdrahtet" ist, wird die Energie sofort
spürbar in Bewegung geraten. Wenn sie sich nicht viel zu bewegen scheint,
während wir meditieren und Spinalatmung praktizieren, keine Sorge. Sie
bewegt sich immer noch leise unter uns. Der Boden wird vorbereitet, während
Blockaden im Inneren aufgelöst werden. Während der Boden mit
Meditation und Spinalatmung vorbereitet wird, werden auf dem weiteren Weg
gezieltere Praktiken hinzugefügt. Mit jeder neuen Praxis steigt der Druck,
die ekstatische Leitfähigkeit (Kundalini) zu erwecken. Sie kann sich
jederzeit wie Wellen der Freude durch uns hindurch bewegen und als
Verbundenheit zwischen unserem Kopf und unserer Wurzel spürbar werden.
Siddhasana und die Mudras und Bandhas in Kombination fördern dies. Das
Gleiche gilt für die kraftvolle Praxis von Samyama. Es gibt eine
Praxis, die durch ihre Kraft das Erwachen der ekstatischen Leitfähigkeit
anzuregen, besonders hervorsticht. Das ist Kumbhaka (Atemanhalten), das wir
mit unserer Yoni-Mudra-Praxis anwenden. Es wird auch beim dynamischen
Jalandhara (Kinnpumpe) eingesetzt. Und schließlich, auch wenn es dort nicht
Kumbhaka genannt wird, erzeugt die Atemeinschränkung beim spinalen Bastrika
in Verbindung mit dem schnellen auf und ab Pulsieren des Drucks im
Spinalnerv einen anhaltenden Kumbhaka-ähnlichen Effekt. Selbst die
hartnäckigsten Blockaden können mit Hilfe von spinalem Bastrika gelockert
und aufgelöst werden, und leuchtende ekstatische Energien fluten auf, um
unsere befreiten Nerven zu füllen. Wenn wir einmal eine stabile,
zweimal täglich stattfindende Routine entwickelt haben, die all diese
Praktiken einschließt, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis wir den
Anstieg der ekstatischen Leitfähigkeit bemerken. Mit einer Routine aus solch
kraftvollen fortgeschrittenen Yogapraktiken lösen sich die Blockaden
massenweise auf und müssen dem inneren Licht weichen. Fahre mit
den täglichen Praktiken fort. Die ekstatische Leitfähigkeit im Nervensystem
wird stetig wachsen, um die unendliche göttliche Liebe aufzunehmen, die von
innen her aufsteigt. Jede Blumenknospe ist dazu bestimmt, sich
zu öffnen und in voller Pracht zu erblühen. Der Guru ist in
dir.
Vorherige | Nächste
|